Benjamin Unterluggauer // Figurative Approach

Zehn Objekte, die DesignerInnen helfen, »Wicked Problems« anzugehen

Horst Rittel veröffentlichte 1973 seinen Essay »Dilemmas in einer allgemeinen Theorie der Planung«. Darin formuliert er den Begriff der »Wicked Problems« (Tückische Probleme), sowie deren zehn Charakteristika. Horst Rittels Idee wird auch in der Designausbildung immer wieder herangezogen, um die Unbestimmtheit und Vertracktheit des Entwerfens zu umschreiben, die insbesondere im Grundstudium sehr herausfordernd ist.
»Wicked Problems« gibt es viele, sie begegnen uns meist mehrmals täglich. Denn Designprobleme sind per se tückisch, argumentiert Rittel, da es für sie niemals eine vollständige und »perfekte« Lösung geben kann. Die Aufgabe des Designers liegt daher darin, mit der zur Verfügung stehenden Zeit und Energie den bestmöglichen Ansatz zu definieren.

Im Exponat stellt Benjamin Unterluggauer den von Horst Rittel betrachteten Charakteristika der Wicked Problems jeweils ein Werkzeug gegenüber. Die Werkzeuge sollen – jenseits einer Designtheorie – helfen, die Probleme ganz konkret anzugehen. Sofern sich Designer oftmals größerer Probleme annehmen, als ihnen bewusst sind, wurden die Werkzeuge jedoch hochskaliert. So bildet der Versuch jeweils ein geeignetes Werkzeug zu gestalten auch wieder ein »Wicked Problem«.

Muthesius Parallax (siehe unten) ist Teil der Ausstellung EXPER(T)IMENTAL DESIGN von state of DESIGN mit über 20 nationalen und internationalen Designern. 20. – 23.09. im VOLLGUTLAGER.

Tickets kosten im Vorverkauf einmalig 8,00 €. 

 

 

Muthesius Parallax
Kann man die Designausbildung in einem utopischen Raum anders denken?

»We are lifelong learners«, sagen die teilnehmenden Studierenden des »Muthesius Parallax« der Muthesius Kunsthochschule Kiel, das die Struktur der heutigen Designausbildung in diversen Experimenten und Denkansätzen hinterfragt.

Der Vorschlag der Gruppe »Muthesius Parallax« ist ein postdigitaler Arbeitsraum. Ähnlich wie eine nach dem Parallax-Prinzip gestaltete Website ist auch das Muthesius Parallax ein mehrschichtiges Template, das sich mäandernd im Raum entwickelt. In verschiedenen Installationen akkumulieren sich so Gedanken und Visionen sowie verschiedene Denk- und Arbeitsweisen. Darin kommen mehrere, parallel existierende Schichten zum Ausdruck, die einen potentiellen, und darin utopischen gestalterischen Prozess aufgreifen. Als Zusammenhang bilden die Exponate eine begehbare Installation.

Das Gesamtkonzept des Muthesius Parallax übersetzt Paradigmen der Designausbildung wie Komplexität, Überlagerung, Vagheit, Interaktion, Offenheit, Partizipation, Digitalität und Vernetzung in einen Raum. Dabei greift die Gruppe eine rückblickend utopisch anmutende Anekdote der deutschen Designgeschichte auf: die Werkbundkiste.

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