Hansol Kim // Uniforming Appearance

Warum gibt es für viele praktische Berufe Arbeitskleidung, jedoch nicht für Designerinnen?
Eine Uniform anzuziehen, bedeutet in den Arbeitsmodus zu wechseln. Sie wieder auszuziehen, bedeutet, nicht zu arbeiten. Eine Uniform könnte helfen, eine Work-Life Balance herzustellen. Denn schon im Designstudium verwischt die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit. Im Zuge der Diskussion um entgrenztes Arbeiten in den gestalterischen Disziplinen schlägt Hansol Kim vor , Arbeitsuniformen zu verwenden.

Diese Idee wurzelt in seinem Erasmussemester am Umeå Institute of Design. Dort trugen Studenten einen Arbeitskittel. In dem Entwurf verbinden sich nun der kulturelle Hintergrund seiner Heimat Korea mit seiner Erfahrung in Schweden. Als Vorbild hat er einen koreanischen traditionellen Kittel, einen “Hanbok” genommen, der im Alltag getragen wird. Der Kittel hat eine Universalgröße und ist leicht zu tragen. Da man an einer Designschule oftmals in der Werkstatt oder in dem Atelier, als auch am Computer, arbeitet, sollte die Kleidung praktisch sein und viele Aufbewahrungsmöglichkeit anbieten.

Muthesius Parallax (siehe unten) ist Teil der Ausstellung EXPER(T)IMENTAL DESIGN von state of DESIGN mit über 20 nationalen und internationalen Designern. 20. – 23.09. im VOLLGUTLAGER.

Tickets kosten im Vorverkauf einmalig 8,00 €. 

 

 

Muthesius Parallax
Kann man die Designausbildung in einem utopischen Raum anders denken?

»We are lifelong learners«, sagen die teilnehmenden Studierenden des »Muthesius Parallax« der Muthesius Kunsthochschule Kiel, das die Struktur der heutigen Designausbildung in diversen Experimenten und Denkansätzen hinterfragt.

Der Vorschlag der Gruppe »Muthesius Parallax« ist ein postdigitaler Arbeitsraum. Ähnlich wie eine nach dem Parallax-Prinzip gestaltete Website ist auch das Muthesius Parallax ein mehrschichtiges Template, das sich mäandernd im Raum entwickelt. In verschiedenen Installationen akkumulieren sich so Gedanken und Visionen sowie verschiedene Denk- und Arbeitsweisen. Darin kommen mehrere, parallel existierende Schichten zum Ausdruck, die einen potentiellen, und darin utopischen gestalterischen Prozess aufgreifen. Als Zusammenhang bilden die Exponate eine begehbare Installation.

Das Gesamtkonzept des Muthesius Parallax übersetzt Paradigmen der Designausbildung wie Komplexität, Überlagerung, Vagheit, Interaktion, Offenheit, Partizipation, Digitalität und Vernetzung in einen Raum. Dabei greift die Gruppe eine rückblickend utopisch anmutende Anekdote der deutschen Designgeschichte auf: die Werkbundkiste.

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